Coinbase steht erneut unter verschärfter Beobachtung von Teilen der Krypto-Community, nachdem Kritik von Base-Entwicklern und Händlern eine langjährige Debatte darüber neu entfacht hat, wie die Börse Projekte unterstützt, die innerhalb ihres Ökosystems entwickelt wurden.
Die jüngste Gegenreaktion konzentriert sich auf Vorwürfe der „Doppelzüngigkeit von Unternehmen", wobei Kritiker argumentieren, dass die öffentliche Botschaft von Coinbase bezüglich Offenheit und Dezentralisierung nicht immer mit ihren Handlungen übereinstimmt, insbesondere in Bezug auf Token-Auflistungen und Ökosystem-Unterstützung.
Die Diskussion gewann an Fahrt, nachdem ein Krypto-Händler unter dem Namen rbthreek die Coinbase-Führung auf X kritisierte und auf das hinwies, was er als anhaltende Kluft zwischen Aussagen und Verhalten beschrieb.
Er verwies auf Coinbases frühere Zurückhaltung, native Token von Base, seinem Ethereum Layer-2-Netzwerk, aufzulisten.
Als die Auflistungen schließlich kamen, argumentierte er, wurden sie schlecht gehandhabt und von einer Welle minderwertiger Auflistungen gefolgt, was die Skepsis unter Entwicklern und Händlern verstärkte.
Er hob auch Kommentare hervor, die zuvor von Coinbase-CEO Brian Armstrong gemacht wurden und die Substanz von Meme-Coins in Frage stellten, und kontrastierte diese Bemerkungen mit der Entscheidung der Börse, mehrere Solana-basierte Meme-Coins aufzulisten, die später starke Verluste erlitten, während bis heute nur eine Handvoll Base-Meme-Coins aufgelistet wurden.
Laut Händlern hat Coinbase im Jahr 2025 mindestens 11 Solana-basierte Meme-Coins aufgelistet, von denen viele später stark im Preis fielen, während bis heute nur drei Base-Meme-Coins aufgelistet wurden.
Ein anderer Händler, Turtle, sagte, Coinbase habe es versäumt, Projekte, die von Coinbase Ventures unterstützt werden, wie Arcadia und Giza, sichtbar zu unterstützen, trotz der Förderung anderer Initiativen wie Zora.
Er argumentierte, dass Markenoptik wichtig sei und dass inkonsistente Unterstützung das Risiko birgt, das Vertrauen in das breitere Base-Ökosystem zu untergraben.
Nicht alle Stimmen waren kritisch, da ein Benutzer namens Zk sagte, die Base-Führung, insbesondere Jesse Pollak, sei in der Praxis unterstützend gewesen, und vermutete, dass die Spannungen teilweise aus unterschiedlichen Erwartungen resultieren.
Er argumentierte, dass sich einige Meme-Communities hauptsächlich auf kurzfristige Preisentwicklungen und Auflistungen konzentrierten, anstatt auf langfristige Zusammenarbeit, und dass sich der Fokus des Base-Teams im vergangenen Jahr verlagert habe, als es daran arbeitete, die Base-App zu veröffentlichen.
Laut Zk spiegelt ein Großteil der Frustration den gemeinsamen Wunsch wider, dass Base erfolgreich ist, auch wenn die Teilnehmer sich nicht einig sind, wie das geschehen sollte.
Bedenken hinsichtlich der Stimmung wurden weiter von einer Benutzerin namens Amy detailliert dargelegt, die das beschrieb, was sie als allmähliche Umkehr des Vertrauens der Base-Community bezeichnete.
Sie verknüpfte den Abschwung mit gestoppten Börsenauflistungen, Konkurrenz mit Solana-basierten Memes, Verwirrung um die Einführung von Creator- und „coined content"-Token, verzögerter Integration dezentralisierter Börsen und unerfüllten Erwartungen bezüglich der Belohnungen und Einbeziehung der Base-App.
Sie sagte, die Wahrnehmung, dass Coinbase verbundene Projekte bevorzugt, habe dazu geführt, dass einige Entwickler und Benutzer die Chain verlassen haben.
Armstrong reagierte direkt auf die Diskussion und sagte, Coinbase biete nun über dezentralisierte Börsenintegrationen Zugang zu Millionen von Token.
Er wiederholte, dass zentralisierte Auflistungen komplexer sind und keine Empfehlungen darstellen, und rahmte die Rolle von Coinbase als Bereitstellung eines Marktes ein, anstatt Werturteile zu fällen.
In einem nachfolgenden Beitrag skizzierte Armstrong die Prioritäten von Coinbase für 2026, einschließlich der Erweiterung einer „Everything Exchange" und der Gewinnung weiterer Nutzer on-chain durch Base und die Entwickler-Tools von Coinbase.
Die Debatte intensivierte sich, nachdem ein Creator-Token, der mit dem YouTuber Nick Shirley auf Base verbunden war, kurzzeitig eine Bewertung von 9 Millionen US-Dollar erreichte, bevor er innerhalb von Stunden um 67 % einbrach. On-Chain-Daten zeigten starke Lizenzeinnahmen, was die Frage aufwarf, ob Creator-Token Adoption oder kurzfristige Spekulation fördern.


