Polymarket-Nutzer haben 27 Wetten auf die Ergebnisse der Golden Globe Awards abgeschlossen, davon waren 26 richtig. Während der führende Prognosemarkt immer beliebter wird, wachsen auch die Sorgen über Insiderhandel.
Die Zusammenarbeit zwischen Polymarket und den Golden Globes hat zudem Fragen aufgeworfen, ob dies für kommende Preisverleihungen zur neuen Normalität wird.
Am Freitag haben die Golden Globes in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sie mit dem größten Prognosemarkt der Welt bei der jährlichen Preisverleihung kooperieren.
Am gleichen Tag hat Polymarket 28 Umfragen speziell zu den Golden Globes erstellt, wobei sich 27 nur auf die Ergebnisse der verschiedenen Kategorien bezogen.
Innerhalb von drei Tagen sind Millionen Nutzer auf die Plattform gekommen, um darauf zu wetten, wer in diesem Jahr gewinnen würde. Die Umfragen reichten von „Bester Film” bis „Bester Podcast”, wobei zum Teil mehr als 275.000 USD umgesetzt wurden. Insgesamt wurden so mindestens 2,5 Mio. USD an Wetten platziert.
Am Sonntag ist die Preisverleihung wie erwartet abgelaufen. Am Ende des Abends gingen nicht nur die Gewinner auf der Bühne mit Trophäen nach Hause.
Auch Polymarket-Wettende konnten sich freuen, denn die Plattform lag in 26 von 27 Kategorien richtig – das sind 96 Prozent Trefferquote.
Nur die, die auf Sean Penn als besten Nebendarsteller gesetzt hatten, mussten einen Verlust hinnehmen. Stattdessen gewann Stellan Skarsgard für seine Rolle in „Sentimental Value”.
Die kurzfristige Zusammenarbeit hat viele überrascht. Zudem lenkten die Ergebnisse den Blick erneut auf mögliche Insidergeschäfte auf diesen wenig regulierten Plattformen.
Obwohl 2026 erst zwei Wochen alt ist, gab es rund um Prognosemärkte bereits einige bemerkenswerte Vorfälle.
Am Mittwoch kam es zu einer Kontroverse, nachdem Sekretärin Karoline Leavitt ihr tägliches Briefing im Weißen Haus nach etwa 64 Minuten und 30 Sekunden beendete – kurz vor der 65-Minuten-Grenze, die der Prognosemarkt Kalshi als Schwelle zum Wetten gesetzt hatte.
Zu diesem Zeitpunkt lag die Wahrscheinlichkeit laut Markt bei 98 Prozent, dass das Briefing länger als 65 Minuten dauert. Diejenigen, die dagegen gesetzt hatten, bekamen in wenigen Sekunden das 50-fache ihres Einsatzes ausgezahlt.
Das Ereignis führte schnell zu Sorgen um möglichen Insiderhandel. Kalshi hat diese Vorwürfe jedoch als unbegründet zurückgewiesen, weil das Handelsvolumen in der Umfrage gering war.
Allerdings gibt es neue Beispiele, bei denen die Bedenken über Insiderwissen schwer zu ignorieren sind.
Am 3. Januar, nur wenige Stunden bevor die USA bekannt gaben, dass Venezuelas Nicolás Maduro festgenommen und ausgeliefert wurde, gewann ein Polymarket-Nutzer über 400.000 USD durch eine Wette darauf, dass Maduro noch vor Monatsende abgesetzt wird.
Polymarket hat zudem Investoren mit politischem Einfluss angezogen. Nach Angaben von Axios hat das Unternehmen 2025 mit 1789 Capital eine Beteiligung erhalten. Die Investmentfirma steht in Verbindung mit Donald Trump Jr., der außerdem Teil im Beirat wurde.
Insgesamt zeigen diese Vorfälle, wie stark sich Krypto und Prognosemärkte inzwischen überschneiden.
Polymarket ist eng mit der Chain verbunden. Nutzer können auf verschiedenen Netzwerken wie Ethereum, Polygon, Base und Arbitrum Geld transferieren und Vermögenswerte wie USDT und USDC einzahlen.
Während die Wettaktivität zunimmt, steigt auch die Nachfrage nach Stablecoins, was sie weiter in die Preiswetten bringen dürfte.
Da die Oscars in etwa zwei Monaten stattfinden, stellt sich die Frage, ob ähnlich genaue Prognosemärkte in Zukunft zum festen Bestandteil von Preisverleihungen werden.
Die Academy Awards haben bisher noch keine solche Partnerschaft angekündigt. Trotzdem gibt es auf Polymarket bereits Umfragen zu den Kategorien.
Bei den aktuell 22 angebotenen Umfragen reichen die Handelsvolumina von 112.000 USD bis 8 Mio. USD.
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