De Seedify-koers in het afgelopen jaar. De prijs daalde behoorlijk na de hack. Bron: Coingecko.De Seedify-koers in het afgelopen jaar. De prijs daalde behoorlijk na de hack. Bron: Coingecko.

Ein Hack, fünf Abstürze: Diese Coins fielen über 90 %

Krypto ist eine gnadenlose Welt. Angreifer schlagen oft blitzschnell zu und erbeuten Werte in Millionenhöhe. So konnte ein Hacker kürzlich 8.535 Ethereum (ETH) stehlen – im Wert von rund 27 Millionen US-Dollar.

Infolge dieses Angriffs stürzte der Kurs der Kryptowährung TRU in Rekordzeit um 99,9 Prozent ab.

TRU ist kein Einzelfall. Auch fünf weitere Kryptowährungen brachen nach Hacks oder Diebstählen um mehr als 90 Prozent ein. Was ist passiert – und wie groß war der Schaden?

Hacken

Bei der Kryptowährung Hacken (HAI) gelangten Kriminelle in den Besitz eines privaten Schlüssels. Dieser erlaubte es ihnen, neue HAI-Token zu generieren. Der Angreifer prägte in kurzer Zeit eine große Menge zusätzlicher HAI und verkaufte sie sofort.

Durch dieses plötzliche Überangebot brach der Preis um 99 Prozent ein, da Käufer ausblieben. Laut Hacken wurden rund 250.000 US-Dollar gestohlen. Der größte Schaden traf jedoch die Investoren – der Token verlor nahezu seinen gesamten Wert.

Seedify

Seedify, bekannt unter dem Kürzel SFUND, erlitt einen schweren Schlag durch seine Cross-Chain-Bridge – eine digitale Brücke, die Token zwischen Blockchains überträgt. Angreifer stahlen den privaten Schlüssel eines Entwicklers.

Wer diesen besitzt, kann Transaktionen autorisieren und teils kritische Funktionen ausführen.

Mit diesem Zugang manipulierten die Angreifer die Bridge-Verträge – automatische Regeln, die den Bridge-Verkehr steuern – und konnten neue SFUND-Token „minten“. Durch die plötzliche Verkaufswelle sackte der Preis innerhalb weniger Minuten massiv ab.

Der Schaden lag Schätzungen zufolge bei rund 1,2 Millionen US-Dollar. Investoren sahen den Wert ihrer Token nahezu verschwinden. Seedify blockierte daraufhin verdächtige Wallets und nahm die Bridge offline. Zu diesem Zeitpunkt war die gestohlene Krypto bereits veräußert.

Der Seedify-Kurs im vergangenen Jahr: Der Preis fiel deutlich nach dem Hack. Quelle: Coingecko.

Port3 Network

Auch das Port3 Network (PORT3) wurde durch einen Fehler in der Bridge schwer getroffen. Wegen einer Sicherheitslücke konnten Angreifer ohne Genehmigung neue PORT3-Token erzeugen – eine gängige Angriffsmethode im Kryptobereich.

Laut Analysen wurden etwa eine Milliarde PORT3-Token in kurzer Zeit erzeugt. Ein Großteil wurde sofort verkauft, was zu einem Kurseinbruch von rund 90 Prozent führte.

Auf der Blockchain ließ sich nachvollziehen, dass der Angreifer etwa 162,75 Millionen Token verkaufte und dafür 199,56 BNB (rund 166.000 US-Dollar) erhielt.

Das Team versuchte, den Schaden durch Verbrennung von Token und Entzug von Liquidität zu begrenzen – ohne Erfolg. Das Vertrauen war erschüttert, der Kurs fiel in den Abgrund.

BULLA

BULLA wurde nicht direkt durch einen Hack des eigenen Projekts getroffen, sondern durch einen Angriff auf die dezentrale Börse Cetus, auf der Tokens direkt via Blockchain getauscht werden.

Dabei verschwanden schätzungsweise 223 Millionen US-Dollar aus Liquiditätspools – digitalen Reserven, aus denen Nutzer kaufen und verkaufen können.

Die Angreifer nutzten vermutlich gefälschte Token und manipulierten die Preisberechnung, um echte Assets zu entziehen. Als die Pools leer waren, versiegte die Liquidität – Käufer blieben aus. Bei kleineren Token wie BULLA kann eine Verkaufswelle den Kurs drastisch drücken – in diesem Fall um 90 Prozent.

MOJO

MOJO erlitt wie BULLA massive Verluste nach dem Angriff auf Cetus. Als die Börse leergefegt wurde, fehlte die Liquidität – es gab kaum noch Kapital, um Käufer und Verkäufer zusammenzubringen.

Das führte zu riesigen Spreads (Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufspreis). Wer verkaufen wollte, musste den Preis drastisch senken, weil kaum noch Nachfrage da war. Als viele Händler gleichzeitig fliehen wollten, brach der Markt völlig zusammen. MOJO verlor über 90 Prozent seines Werts.

Der größte Schaden entstand nicht nur bei MOJO, sondern im gesamten DeFi-Ökosystem rund um Cetus. Der Angriff auf diese Handelsplattform lähmte den Handel zahlreicher Kryptowährungen – und traf vor allem kleinere Tokens zuerst.

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