Across Protocol (ACX) erwägt, als dezentrale Organisation aufzuhören und künftig als normales Unternehmen weiterzumachen. Tokeninhaber würden die Möglichkeit erhalten, ihre Tokens gegen Aktien zu tauschen oder sie mit einem Aufpreis zu verkaufen.
Der Kurs von Across Protocol verdoppelte sich kurz nachdem der Vorschlag veröffentlicht wurde.
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Across Protocol hat das Ziel, eine Brücke zwischen verschiedenen Kryptonetzwerken zu bilden. Über das Protokoll können Transaktionen von einem Kryptonetzwerk an ein anderes Kryptonetzwerk gesendet werden.
Across Protocol ist eine sogenannte DAO: eine Dezentrale Autonome Organisation. Das bedeutet, dass es kein zentrales Management gibt. Stattdessen stimmen Tokeninhaber über Entscheidungen ab. DAOs sind eine Innovation, die erst seit der Erfindung von Kryptowährungen möglich ist.
Across Protocol erwägt nun, damit aufzuhören. Ein neuer Vorschlag beschreibt einen Plan, die dezentrale Organisation aufzulösen und künftig als gewöhnliches Unternehmen namens AcrossCo weiterzumachen.
Der Grund ist, dass es als dezentrale Organisation allerlei Hindernisse gibt, die ein normales Unternehmen nicht hat. So ist es für eine dezentrale Organisation beispielsweise nicht möglich, Verträge zu unterzeichnen oder andere kommerzielle Vereinbarungen einzugehen.
Das würde Across Protocol auf verschiedene Weise einschränken.
Tokeninhaber würden beim Übergang die Wahl erhalten, ihre Tokens gegen Aktien im neuen Unternehmen zu tauschen oder sie zu einem günstigen Preis zu verkaufen, der 25 Prozent über dem Marktwert liegt.
Der Kurs des Across-Protocol-Tokens schoss nach oben, nachdem der Vorschlag veröffentlicht wurde. Innerhalb weniger Stunden verdoppelte sich der Kurs von 0,035 US-Dollar auf 0,07 US-Dollar. Derzeit liegt der Kurs bei etwa 0,051 US-Dollar.
Oben: Kursgrafik von Across Protocol (ACX), Coingecko.
Auf der Kryptobörse Bitvavo gehört die Münze zu den zehn schnellsten Gewinnern und meistgehandelten Coins der letzten 24 Stunden. Der Markt scheint den Plan also positiv aufzunehmen.
Dennoch bleibt die Frage, ob Investoren tatsächlich durch die Pläne motiviert sind oder schlicht durch die Aussicht, ihre Tokens zu einem Preis verkaufen zu können, der 25 Prozent über dem Marktwert liegt.
Mit dem Aufgeben der dezentralen Organisation würde Across Protocol schließlich eine der wichtigsten Innovationen aufgeben, die Investoren ursprünglich zu dem Projekt hingezogen hat.
Wenn es kein dezentrales Projekt mehr ist, ähnelt es nämlich eher einem gewöhnlichen Unternehmen, das als Zwischenhändler auftritt und gegen Gebühren Tokens zwischen Kryptonetzwerken austauscht. Das ist etwas, was die meisten Kryptounternehmen tun können.
Die Frage ist, ob Investoren dafür genauso viel Begeisterung aufbringen werden oder ob das Projekt damit seine wichtigste Attraktivität verliert.
Vorerst handelt es sich um einen Sondierungsvorschlag. Wenn Tokeninhaber diesem zustimmen, folgt zu einem späteren Zeitpunkt ein weiterer Vorschlag, um die Pläne tatsächlich umzusetzen.
Het bericht Kryptowährung verdoppelt sich nach radikalem Vorschlag verscheen eerst op Crypto Insiders.


